Programme für Schulklassen

…gibt es zu den Themen:

- Archäologie (“Archäo-logisch” und “Steinzeit live”)

- Leben früher (“Von Steinzeitjägern und dem Wilden Westen”, Bauernhofolympiade”)

- Handwerk (“Holzwürmer”, “Rumspinnn und Blaumachen”, “Knochentinte, Drachenblut und  Gänsefeder”)

Archäo-logisch!

Wie findet man eigentlich ein Mammut und was macht man dann damit? Vor vielen tausend Jahren lebten auch in Löhne Mammut, Höhlenbär und Wollnashorn. Ihre Knochen kann man noch heute hier finden. Aber wie tief muss man eigentlich graben, um einen Mammutzahn zu finden? Und was macht man, damit er an der Luft nicht einfach zerfällt? Woher weiß man, welcher Knochen zu welchem Tier gehört? Wir gehen im Museum auf Spurensuche und entdecken neben riesigen Stoßzähnen ganz nebenbei die Grundlagen der Museumsarbeit.

Zielgruppe: 3. bis 6. Klasse

Dauer: ca. 3 Stunden incl. Pause

Didaktisches Konzept: Führungsgespräch mit Einbindung von Mitmachaktionen, eigenverantwortliche Arbeit in der Ausstellung, eigene praktische Arbeit. Die Schüler erfahren am Beispiel der eiszeitlichen Funde, wie Museen die vier Haupt-Aufgabengebiete des Sammelns, Bewahrens, Erforschens und Vermittelns wahrnehmen. Sie entdecken die Unterscheidung zwischen einzelnem Gegenstand, Museumsexponat und Inszenierung und erarbeiten sich damit die Grundlage für eigenständiges Lernen im Museum.

Als praktische Arbeit wird das Anfertigen von Repliken für Ausstellungszwecke als übergeordnetes Thema aufgegriffen. In Abform- und Abgusstechnik können sich die Schüler einen Höhlenbärenzahn fertigen und als Erinnerung an den Besuch mit nach Hause nehmen.

Von Steinzeitjägern und dem Wilden Westen: Aus- und Einwanderung in Löhne

Sicher gibt es Dinge, die Euch an Löhne gefallen und andere, die Ihr lieber ändern würdet. Schon vor vielen tausend Jahren sind die ersten Menschen durch das Gebiet der heutigen Stadt Löhne gezogen und fanden es so schön, dass sie geblieben sind. Seitdem gab es immer wieder Zeiten, in denen Menschen zugezogen oder ausgewandert sind. Wir gehen auf die Suche nach den Gründen, sich eine neue Heimat zu suchen und entdecken dabei Löhner Geschichte(n) von der Steinzeit bis in die Gegenwart!

Zielgruppe: 3. bis 6. Klasse, auch als Einstieg für Projektarbeit mit älteren Schülern

Dauer : Je nach Gruppe zwischen 2 und 2 ½ Stunden

Didaktisches Konzept: Führungsgespräch mit Einbindung von Mitmachaktionen, eigenverantwortliche Arbeit in der Ausstellung. Am Beispiel der eigenen Stadt können die Schülerinnen und Schüler in diesem Programm die Zusammensetzung und die Wandlungsfähigkeit einer Gemeinschaft entdecken. Die älteren Schüler arbeiten nach einem gemeinsamen Einstieg eigenständig in Gruppen im Museum und lernen Schicksale von Aus- und Einwanderern unterschiedlicher Zeiten kennen. Mit Hilfe von Requisiten und Kostümen können sie anschließend „Ihre“ Personen den anderen Gruppen jeweils auch szenisch vorstellen.

Jüngere Schüler lernen die Schicksale im geführten Rundgang mit Mitmachaktionen kennen.

Holzwürmer

Viele Städte sind für irgendetwas berühmt, was in Ihnen hergestellt wird: Mal ist es Marzipan, an anderen Orten besondere Wurstsorten, Kameralinsen oder Autoteile. Löhne nennt sich Weltstadt der Küchen, da hier große Küchenhersteller zu Hause sind. Die Tradition der Holzverarbeitung ist hier in der Gegend aber schon viel älter als Einbauküchen! Wir sehen uns im Museum um, entschlüsseln die Geheimsprache auf alten Schränken und Truhen, finden heraus, welches Holz sich am besten eignet, wenn man einen Bogen oder ein Schmuckkästchen bauen möchte und legen am Schluss selbst auch richtig los.

Zielgruppe: 1.bis 4. Klasse

Dauer: ca.3 Stunden incl. Pause

Didaktisches Konzept: Führungsgespräch mit Einbindung von Mitmachaktionen, eigene praktische Arbeit. Beim gemeinsamen Gang durch die Ausstellungsräume des Museums werden Holz als Werkstoff und die Holzbearbeitung früher und heute anschaulich gemacht. Die besondere Bedeutung der holzverarbeitenden Industrie in Löhne wird hier ebenso deutlich wie die Vielfalt der Verarbeitungsmöglichkeiten. Im Anschluss an den Rundgang werden die Schülerinnen und Schüler selbst auch handwerklich tätig und arbeiten mit einfachem Handwerkzeug einfache Werkstücke aus Holz, die sie als Erinnerung an den Besuch mit nach Hause nehmen können.

Rumspinnen und Blaumachen

Mit so viel Entspannung, wie es auf den ersten Blick scheint, haben Rumspinnen und Blaumachen gar nicht zu tun. Denn wenn es im Heimatmuseum darum geht, selbst aus wilden Flachsstängeln feinste Fäden zu spinnen oder wie die Färber in früheren Zeiten Blau zu machen, wird es ganz schön aufregend! Ob Ihr Euch aus Holz eine Handspindel baut, die geheimnisvolle Verwandlung des Indigos ausprobiert oder unser Museumsgespenst in Wolle verewigt: Hier ist für jeden von Euch etwas dabei!

Zielgruppe: 1 bis 4. Klasse

Dauer:ca. 3 Stunden incl. Pause

Didaktisches Konzept: Führungsgespräch mit Einbindung von Mitmachaktionen, eigene praktische Arbeit. Den Einstieg bildet das Kennenlernen der Flachspflanze, die heute kaum noch ein Begriff ist, aber in vielen ganz alltäglichen Produkten steckt. Die Schülerinnen und Schüler entdecken, wie wichtig Flachs und Leinen einmal für Löhne waren und können selbst an nachgebauten und historischen Geräten ausprobieren, wie viel Arbeit in der Flachsverarbeitung steckt. Im Anschluss kann sich jeder eine eigene Handspindel bauen, mit Wolle das Spinnen probieren und mit frisch angesetzten Pflanzenfarben färben.

Steinzeit live: Löhne vor 5000 Jahren

Wie bekommt man ohne Bohrmaschine ein Loch in einen Stein? Wann wurden Knöpfe erfunden? Und wie überlebt man ohne Handy und Fernseher? Auf einer Zeitreise auf den Spuren der ersten Löhner entdeckt Ihr das Leben in der Steinzeit für Euch und testet urtümliche Leuchtmittel, Mahlsteine, eine steinzeitliche Bohrmaschine und andere vorgeschichtliche Werkzeuge. Danach arbeitet Ihr in der Steinzeitwerkstatt an Steinzeitjägerschmuck, Tonlampen oder uralten Farben für die Höhlenmalerei.

Zielgruppe: 1. bis 4. Klasse

Dauer:ca. 3 Stunden incl. Pause

Didaktisches Konzept: Führungsgespräch mit Einbindung von Mitmachstationen, eigene praktische Arbeit. Der Gang an einem Zeitstrahl von 1969 bis in die Steinzeit schafft einen Eindruck davon, wie lang diese Zeit tatsächlich zurückliegt und wie schwierig es ist, herauszufinden, wie die Menschen damals gelebt haben. Wie genau der Alltag aussah wird anhand von archäologischen Funden aus Löhne rekonstruiert und selbst ausprobiert: Es wird Getreide von Hand gemahlen, Steinzeitwerkzeug ausprobiert und Wolle gesponnen. Den Abschluss bildet eine „Steinzeitmodenschau“, für die einige Schülerinnen und Schüler in nachgeschneiderte Steinzeitkleidung schlüpfen können. Im anschließenden Werkstattteil geht es darum, sowohl Konstanz als auch Veränderung im Bereich von Material und –Verarbeitung selbst zu entdecken.

Knochentinte, Drachenblut und Gänsefeder

Die erste Urkunde, in der ein Ortsteil der heutigen Stadt Löhne vorkommt, ist mit ihrem Alter von über 1000 Jahren ein perfektes Beispiel für die Schreibarbeit des hohen Mittelalters. In einer Zeit, in der Lesen und Schreiben nur von Wenigen beherrscht wurden, wirkten Ausführung und Inhalt von Schriften und ganzen Büchern besonders geheimnisvoll – ebenso wie die Rezepte für die verwendete Tinte und Farbe. Gemeinsam geht es in diesem Programm auf den Spuren der Schrift durch das Museum: Von der Königsurkunde von 993 über auf einer Fibel aus dem 11. Jahrhundert zu entziffernde Symbole bis hin zu relativ modernen, also “nur” gut 200 Jahre alten Handschriften und Büchern bis in unsere Zeit.
Anschließend kann ausgiebig probiert und geschrieben werden: Wie schneidet man eine Gänsefeder zu? Welches mittelalterliche Rezept ergibt die beste Tinte? Welche Farben wurden verwendet und wie entstehen die Verzierungen, die wir noch heute an mittelalterlichen Handschriften bewundern?
Die Schüler mischen Farben und Tinte, legen Schriftspiegel nach historischen Vorbildern an und erfahren, weshalb schon im 9. Jahrhundert ein berühmt gewordener Schreiber klagte: „Oh wie schwer ist das Schreiben,…!“

Zielgruppe: Klasse 2 bis 6
Dauer: ca. 3 Stunden

Didaktisches Konzept: Führungsgespräch mit Einbindung von Mitmachaktionen, Museumsrallye, eigene praktische Arbeit.

Bauernhofolympiade

Der Fachwerkspeicher auf dem Gelände stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Eingerichtet ist er mit einer kleinen Ausstellung zum Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof vor der Industriealisierung. Hier kann entdeckt werden, wie Fachwerkhäuser gebaut werden, was eine Windfege ist, oder wie man sich in alter Arbeitstracht und mit einem Tragejoch auf den Schultern fühlt.

Zielgruppe: Klasse 2 bis 6
Dauer: ca. 3 Stunden

Didaktisches Konzept: Führungsgespräch und eigenverantwortliche Arbeit im Speicher, gemeinsame Vorstellungsrunde.

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